Schulleben
Aktuelles aus unserem Schulleben
Erste-Hilfe-Woche in der Jugendherberge Naumburg

Eine etwas andere Schulwoche erlebten die Klassen PFK25A, PFK25B sowie die OTA-/ATA-Auszubildenden in Naumburg. Im Mittelpunkt stand das Thema Erste Hilfe mit einer Mischung aus theoretischem Unterricht, einzelnen praktischen Übungen und gemeinsamen Aktivitäten am Abend.
Von Montag bis Freitag standen täglich abwechslungsreiche Unterrichtseinheiten auf dem Programm. Neben Themen wie Reanimation bei Erwachsenen und Kindern, Atemnotfällen, Schockformen, Frakturen, Vergiftungen oder allergischen Reaktionen übten wir vor allem eines: selbst anzupacken. Verbände anlegen, Wunden versorgen oder verschiedene Rettungsgriffe, vieles wurde nicht nur erklärt, sondern direkt ausprobiert. Auch Mitarbeiter aus der Notaufnahme und der Kinderstation waren dazu bereit ihre Erfahrungen aus dem Klinikalltag zu teilen oder praktische Übungen zur Kinderreanimation mit uns durchzuführen.
Am Freitag hieß es dann das gelernte in Form von Fallbeispiele anzuwenden . Unterschiedliche Notfallsituationen mussten möglichst realistisch dargestellt und anschließend von den anderen Gruppen versorgt werden. Über die schauspielerischen Leistungen lässt sich zwar streiten, unterhaltsam waren sie aber auf jeden Fall. Gleichzeitig wurde uns bewusst, dass zwischen Theorie und Praxis oft ein großer Unterschied liegt. Was im Unterricht noch selbstverständlich erscheint, fühlt sich in einer realitätsnahen Notfallsituation plötzlich ganz anders an. Genau diese Erfahrung hat uns gezeigt, wie wichtig Übung und Teamarbeit sind.
Natürlich wurde unser Wissen auch schriftlich überprüft. Zum Abschluss der Woche absolvierten alle einen schriftlichen Test über die erlernten Inhalte.
Neben dem Unterricht kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Jeden Abend gestaltete eine andere Klasse das Programm. Von Stuhltanz über gemeinsame Spiele bis hin zum Fußballabend war für gute Stimmung gesorgt. Diese gemeinsamen Aktivitäten stärkten den Zusammenhalt der Klassen und sorgten für einige Erinnerungen.
Die hochsommerlichen Temperaturen machten uns die Woche zwar nicht immer leicht….eine Abkühlung im See wäre sicherlich willkommen gewesen, doch mit ein paar Ventilatoren war es zumindest etwas angenehmer . Auch das Essen in der Jugendherberge traf nicht immer jeden Geschmack, aber mit ein paar 5-Minuten
Terrinen überstehbar.
Am Ende nehmen wir nicht nur viele schöne Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch wertvolle praktische Erfahrungen. Wir fühlen uns heute deutlich sicherer, in Notfallsituationen richtig zu handeln und genau das war das Ziel dieser Woche und auch wenn man sich in einigen Maßnahmen noch unsicher ist, ist alles besser, als keine Hilfe zu Leisten.
Lieben Dank an alle Lehrkräfte, Praxisanleitenden sowie die Mitarbeitenden aus den verschiedenen Fachbereichen, die diese Woche mit viel Engagement gestaltet haben.
Josephine Elbert, PFK 25A
Lernen mit allen Sinnen: Auszubildende untersuchten eine Plazenta im Unterricht

Einen besonders praxisnahen und eindrucksvollen Unterricht erlebten wir, die Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres im Fachbereich Pflege. Im Mittelpunkt stand die Untersuchung einer Plazenta – ein Thema, das nicht nur fachliches Wissen vertiefte, sondern auch zahlreiche spannende Fragen aufwarf.
„Unter Anleitung unserer Lehrerin Frau Krug analysierten wir die Plazenta anhand festgelegter Beurteilungskriterien. Dabei lernten wir sowohl die kindliche als auch die mütterliche Seite dieses wichtigen Organs kennen. Neben der optischen Betrachtung wurde auch das Gewicht der Plazenta erfasst. Besonders eindrucksvoll waren die Betrachtung der Blutgefäße der Nabelschnur sowie der Eihäute, die wichtige Einblicke in die Entwicklung und Versorgung des ungeborenen Kindes ermöglichten.“ So die PFK 25 B.
Die praktische Auseinandersetzung förderte nicht nur das Verständnis für physiologische Zusammenhänge, sondern regte auch die Neugier an. Im Unterricht entstanden zahlreiche weiterführende Fragestellungen, wie zum Beispiel: Wie verändert sich eine Plazenta bei einem Fettinfarkt? Welche kulturellen oder historischen Verwendungen gibt es für die Plazenta? Welche Nahrungsmittel werden aus einer Plazenta hergestellt, bzw. welche Plazentarezepte gibt es? Und welche weiteren Nutzungsmöglichkeiten sind bekannt?
Der direkte Kontakt mit realen medizinischen Präparaten ist für die Auszubildenden ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Sie konnten theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen verknüpfen und somit ein tieferes Verständnis für die Pflegepraxis entwickeln. Die Untersuchung der Plazenta war dafür ein eindrucksvolles Beispiel. „So stellen wir uns einen lebendigen Unterricht vor, der uns nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.“ (PFK 25 B)
Ein herzliches Dankeschön gilt der Mutter und den Mitarbeitern des Kreißsaals für die Unterstützung. Wir wünschen der Familie alles Gute.
Lernen Hand in Hand

In einem zweitägigen Projekt des „Schüler-Schüler Tages“ stand am Kooperativen Bildungszentrum eine ganz andere Art des Lernens im Mittelpunkt. Praxisinhalte wurden von Schülern an Schüler weitergegeben: Die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres vermittelten ihren Kolleginnen und Kollegen des ersten Lehrjahres wertvolle praktische Kenntnisse.
Auf dem Programm standen unter anderem der Ablauf eines Säuglingsbades, die korrekte Körperpflege von Patientinnen und Patienten, das Anreichen von Essen und Trinken, verschiedene Lagerungstechniken sowie das Messen und Dokumentieren von Vitalparametern.
Die insgesamt 62 neuen Auszubildenden, angehende Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner sowie Anästhesie- und Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten, wurden vom zweiten Lehrjahr an die Hand genommen und lernten dieses Mal nicht nur im Klassenraum. In mehreren Stationszimmern konnten sie aktiv üben und so erste praktische Erfahrungen sammeln.
„Wir möchten die Schülerinnen und Schüler an realistische Bedingungen heranführen“, erklärt Schulleiter Peter Schmidt.
Von dem Projekt profitieren jedoch nicht nur die neuen Auszubildenden. Auch das zweite Lehrjahr sammelte wertvolle Erfahrungen – diesmal in der Rolle der Lehrenden. Die Gruppe plante die Projekttage eigenständig, koordinierte Abläufe und bereitete Lerninhalte vor. Dabei waren Organisationstalent, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein gefragt.
„Wir lernen, Verantwortung zu übernehmen und sicherer in unserem Handeln zu werden. Es macht Spaß zu sehen, wie wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen“, berichtet eine Schülerin aus dem zweiten Lehrjahr.
Mit diesem erfolgreichen Projekt wurde der Grundstein für eine lernfördernde, praxisnahe und gemeinschaftliche Ausbildung gelegt. Die Begeisterung und das Engagement aller Beteiligten zeigen, wie wertvoll gegenseitiges Lernen für eine starke berufliche Zukunft in der Pflege ist.
Letzter Schultag 2025

Am 23.05.2025 absolvierten unsere beiden Abschlussklassen der Pflegausbildung und die Klasse der A/OTA ihren letzten Schultag. Mit einem gemeinsamen Frühstück starteten die Azubis des 3.Ausbildungsjahres in den Tag. Mit extra angefertigten Abschlussshirts oder fröhlichen Kostümen zelebrierten die 56 Schüler den Vormittag. Anfang Juni starten die Abschlussprüfungen mit dem schriftlichen Bereich. Wir wünschen allen Azubis eine erfolgreiche Prüfungszeit!

Magdeburg – Einblicke unter die Haut: Kürzlich wagten sich die Auszubildenden der Operationstechnischen (OTA) und Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) aus Merseburg auf eine besondere Exkursion. Ihr Ziel: Die faszinierende Ausstellung „Körperwelten“.
Wo sonst sterile OP-Säle und Narkoseprotokolle den Alltag bestimmen, bot sich den angehenden Fachkräften eine einzigartige Perspektive auf die menschliche Anatomie. Die plastinierten Exponate erlaubten es den OTA und ATA, die komplexen Strukturen des Körpers – von Muskeln über Organe bis hin zu Nervenbahnen – in einer nie dagewesenen Detailtiefe zu studieren.
Besonders für die zukünftigen Experten im Operationssaal war der Besuch eine Bereicherung. Die dreidimensionalen Darstellungen verdeutlichten die Lage und Funktion der Organe auf eine Weise, die kein Lehrbuch vermitteln kann. Auch die ATA-Auszubildenden profitierten von der Möglichkeit, die anatomischen Gegebenheiten, die für die Anästhesie von Bedeutung sind, direkt am plastinierten Körper zu erfassen.
Der Ausflug bot nicht nur eine Vertiefung des Fachwissens, sondern auch eine beeindruckende Erinnerung an die Komplexität und Fragilität des menschlichen Körpers – und damit an die große Verantwortung, die sie in ihrem zukünftigen Beruf tragen werden.

Wir haben ein Herz seziert!
Bericht vom 28.01.2025, PFK 22 B
Heute war es im Unterricht ganz schön aufregend. In den vergangenen Stunden wiederholten wir die Inhalte zur Anatomie und Physiologie des Herzens. Dabei nutzten wir Bilder und Videos und auch ein plastisches Herzmodell. Doch kein Anschauungsmaterial ist so anschaulich, wie ein echtes Herz. In diesem Fall nutzten wir ein Schweineherz. Als Erstes wurden die Tische präpariert. Dann zogen wir uns Schutzkleidung an. Anschließend wurden die Herzen ausgeteilt. Unter Anleitung eines Videos und intensiver Betreuung unseres Lehrers gingen wir auf die Expedition Schweineherz. Voller Ehrfurcht erkundeten wir die Herzkranzgefäße, die zu- und abführenden Blutgefäße, die Vorhöfe, die Kammern, die Herzklappen und leiteten daraus die Pathophysiologie bestimmter Herzerkrankungen ab. Spannender und nachvollziehbarer hätte der Unterricht heute nicht sein können.

Verbandwechsel mit VR
Bericht vom 27.1.2025, PFK 23 B
Als unsere Lehrkraft uns mitteilte, dass wir in Zukunft ein Digi-Care Projekt mit einer VR-Brille haben werden, konnten wir uns das nicht vorstellen. Wie soll man denn mithilfe dieser Brille einen Verbandwechsel machen? Wir waren sehr neugierig. In Vorbereitung auf das Projekt behandelten wir theoretisch die Inhalte zum Verbandwechsel an der Trachealkanüle und an der PEG, klärten dabei verschiedene Fragestellungen. Für die Durchführung des Projekts unterstützten uns Mitarbeiter des Landeskompetenzzentrums Pflege Digital Sachsen-Anhalt und ein Medienpädagoge der DRK-Schule in Halle (Saale). Nach einer kurzen Einweisung in Bezug auf die Wirkungsweise und Handhabung der VR- Brille bildeten wir Lerngruppen. Gemeinsam bearbeiteten wir Lernaufträge. Schrittweise und systematisch absolvierten wir in der virtuellen Welt die entsprechenden Verbandwechsel und glichen jeden Schritt mit unserem Tandem ab. Anschließend wendeten wir das erworbene Wissen an der Puppe an und trainierten praktisch die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Verbandwechsel. Eine tolle Methode zum logischen, schrittweise aufgebauten Kompetenzerwerb.
