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Am 10.10.2021 ist Welttag der psychischen Gesundheit

43% der Erwachsenen in Deutschland sind mindestens einmal in ihrem Leben von einer psychischen Erkrankung betroffen. „Wir erwarten, dass sich diese Zahl nach der Corona-Pandemie weiter erhöhen wird“, erklärt die Psychiaterin Dr. med. Bettina Wilms, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum in Querfurt.
Der Welttag der psychischen Gesundheit soll Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der psychischen Gesundheit lenken.
Das CvBK zeigt Solidarität mit Menschen, die unter einer seelischen Erkrankung leider sowie mit ihren Angehörigen und Freunden, die sie unterstützen.
„Sätze wie: ‚Reiß dich doch mal zusammen!‘ oder ‚Hab dich doch nicht so!‘ helfen psychisch Erkrankten nicht“, so Chefärztin Wilms. „Wer 14 Tage und länger Durchschlafstörungen hat, gleichzeitig liebgewonnene Interessen vernachlässigt und nicht wie sonst über witzige Begebenheiten auch mal lachen kann, sollte den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Das gilt auch, wenn es schon am Morgen nicht ohne Bier oder Schnaps geht oder der Tag nicht ohne Aufputsch-Pillen erträglich erscheint“, mahnt sie. „Wichtig ist die Erkenntnis, dass es sich um Erkrankungen handelt und nicht um Faulheit oder Charakterschwächen. Und in aller Regel ist die Behandlung auch komplizierter, wenn zu lange versucht wird ‚es irgendwie selbst hinzukriegen‘“, so die erfahrene Therapeutin.
„Grundsätzlich ist es mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass jeder Mensch in jedem Lebensalter unter einer psychischen Erkrankung leiden kann, wie es auch passieren kann, dass jeder Mensch in jedem Lebensalter an einer Lungenentzündung erkranken kann.“

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